Sport und Bewegung: Warum ist das so wichtig?

Körperliches Training sorgt nicht nur für einen schlanken, elastischen Körper, sondern kann auch vielen Altersbeschwerden vorbeugen. Der sinkende Östrogenspiegel in den Wechseljahren hat Einfluss auf viele Körperfunktionen und birgt in dessen Folge auch das Risiko für langfristige Beschwerden: z.B. Knochenschwund (Osteoporose), Hauterschlaffung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Blasenschwache (Inkontinenz) steigt. Diese Folgen sind jedoch nicht zwangsläufig. Sie selbst können durch gezielte Maßnahmen diesen Beschwerden vorbeugen oder sie zumindest deutlich lindern.

Regelmäßiger Sport – vor allem leichtes Ausdauertraining – ist ein wichtiger Schlüssel zu persönlichen Wohlbefinden und langfristiger Gesundheit.

Kräftige Knochen
Unser Knochenapparat unterliegt einem ständigen Auf- und Abbau. Je mehr die Knochen durch regelmäßigen Sport beansprucht werden, um so härter werden sie. Konsequentes Ausdauertraining beugt deshalb effektiv der Osteoporose vor.

Kräftiges Herz
Ausdauersport trainiert das Herz. Es schlägt in Ruhe weniger und arbeitet auf diese Weise ökonomischer. Zusätzlich wird der Blutdruck gesenkt. Das Herz wird weniger strapaziert und schlägt langer.

„Sauberes“ Blut
Sport senkt die Blutfette und den Cholesterin spiegel. Das Blut bleibt flüssig und verstopft nicht die Gefäße. So wird die Verkalkung der Gefäße (Arteriosklerose) verlangsamt.

Kräftige Abwehr
Unser Immunsystem wird besonders durch regelmäßiges Training angeregt und gestärkt. Bakterien, Viren und auch Krebszellen werden so frühzeitiger erkannt und bekämpft.

Starke Lunge
Durch Ausdauertraining werden die Körperzellen besser mit lebenswichtigem Sauerstoff versorgt. Der Körper ist leistungsfähiger und der Geist bleibt wach, erst Konzentrationsschwächen können vermieden werden.

Gutes Aussehen
Sport strafft die Muskulatur und das Bindegewebe. Die Haut bleibt länger glatt und frisch. Zudem wird mit jedem Gramm mehr Muskulatur auch mehr Fett verbrannt.

Sport für Ihr Wohlbefinden
Sport muss Ihnen Spaß machen! Fühlen Sie sich also nicht zu sportlichen Höchstleistungen gezwungen. Entscheiden Sie sich lieber für eine leichtere, aber länger andauernde Belastung.

Welche Sportart ist für Sie die richtige?
Noch nie wurden so viele Sportarten angeboten wie heute. Aerobic, Tennis, Schwimmen, Tanzen, Walking, Jogging, Radfahren, Golf und viele mehr. Die Auswahl ist fast unbegrenzt. Die wichtigste Frage, die Sie sich selbst beantworten sollten: „Welche Sportart macht mir Spaß und kann ich sie auch regelmäßig ausüben?“  Die folgenden drei Sportarten bieten sich besonders für ein leichtes Ausdauertraining an, lassen sich leicht umzusetzen und haben sich bei klimakterischen Beschwerden bestens bewährt:

Schwimmen
Schwimmen ist nicht nur ein gutes Ausdauertraining. Neben der Kondition trainieren Sie nahezu jeden Muskel Ihres Körpers. Da das Körpergewicht praktisch vom Wasser getragen wird, schonen Sie besonders bei dieser Sportart die Knochen und Gelenke. Vermeiden Sie nach Möglichkeit das Brustschwimmen, denn durch das andauernde Überwasserhalten des Kopfes werden Hals- und Lendenwirbelsäule meist überstreckt. Viele Orthopäden empfehlen daher das Rückenschwimmen als die gesundeste Form des Schwimmens. Auf diese Weise trainieren Sie Ihre Muskeln sanft und schonen gleichzeitig Ihre Wirbelsäule. Beim Schwimmen ist der Energieverbrauch sehr hoch und Sie können viele Kalorien verbrennen.

Walking
Auf unserer Empfehlungsliste für besonders geeignete Sport Arten in den Wechseljahren steht Walking (= Schnelles Gehen) ganz weit oben. Es stärkt Ihr Herz-Kreislauf-System, Ihre Knochen, Ihr Immunsystem und Ihr Wohlbefinden – kurz: Alles, was für Sie in der aktuellen Lebensphase wichtig ist. Für viele Frauen ist Walking besser geeignet als Jogging. Walking ist für viele leichter umzusetzen, da Gelenke, Sehnen und Bänder weniger belastet werden. Schnelles Gehen ist für Einsteigerinnen geradezu ideal. Der Kreislauf kommt richtig in Schwung, Ihr Körper wird optimal mit Sauerstoff versorgt und Ihre Figur profitiert zusätzlich von den Aktivitäten. Beim Walken werden nämlich Oberschenkel- und Pomuskeln besonders gut trainiert. Ihre Walking-Strecke sollte anfangs möglichst eben sein. Optimal ist Waldboden oder der Stadtpark, auch geteerte Wege sind geeignet. Pflaster steine sollten Sie hingegen meiden.

Radfahren
Radfahren bringt Ihnen Kondition und Wohlbefinden auf die „sanfte Tour“. Es stärkt den Kreislauf, trainiert Ihre Beinmuskeln und schont die Gelenke noch mehr als Walking.